31.08.2012 10:09

Seltene Erden

China kalmiert im Rohstoff-Streit

"Wir haben nicht die Absicht, den Export Seltener Erden einzuschränken."

China versucht im Rohstoff-Streit mit den großen Industrienationen die Wogen zu glätten. "Wir haben nicht die Absicht, den Export Seltener Erden einzuschränken", sagte Ministerpräsident Wen Jiabao am Freitag auf einer Konferenz, an der auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im Zuge ihrer China-Reise teilnahm. Seltene Erden sind für die Technologiebranche unersetzliche Rohstoffe. Sie werden unter anderem bei der Herstellung von Smartphones und Hybrid-Autos benötigt.

WTO eingeschaltet


China kontrolliert etwa 97 Prozent der Weltproduktion der Seltenen Erden. Die EU, die USA und Japan werfen der Regierung in Peking vor, illegal die Exporte niedrig zu halten, um der heimischen Industrie Vorteile zu verschaffen, und haben die Welthandelsorganisation (WTO) eingeschaltet. China weist die Vorwürfe zurück und hat erklärt, die Kontrollen dienten dazu, die Umwelt und Vorräte zu schonen.

Der Vorsitzende des Ausschusses Rohstoffpolitik des Bundesverbands der DeutschenIndustrie (BDI), Ulrich Grillo, äußerte bei der Konferenz die Sorge, dass der Seltene-Erden-Markt zunehmend vom chinesischen Staat kontrolliert wird. "Es ist nicht in unserem Interesse, uns den WTO-Klagen anzuschließen", sagte Grillo. Aber Marktverzerrungen müssten angegangen werden. Die deutschen Unternehmen seien zur Hilfe bereit, um Umweltproblemen bei der Förderung Seltener Erden zu lösen. (APA/Reuters)

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