14.06.2010 09:25

Siemens

Eröffnung der Siemens-City Wien: "Bekenntnis zum Standort"

Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie wurde am Freitag die "Siemens-City Vienna" in Wien-Floridsdorf eröffnet. Für Siemens Österreich-Chefin Brigitte Ederer, die ab 1. Juli im Münchner Konzern-Vorstand sitzt, war die Eröffnung gleichzeitig auch ein Abschied von Wien. Die Konzentration verschiedener Standorte in der neuen Siemens-City bringe für den Konzern und Österreich große Chancen.

Die 150-Mio.-Euro-Investition in die Siemens-City sei ein Bekenntnis zum Standort Österreich als Kompetenzzentrum und als Drehscheibe für Mittel- und Osteuropa, betonte Konzernchef Peter Löscher. Zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung zeigte sich der gebürtige Kärntner zuversichtlich: "Ich bin ein absoluter Optimist". Trotz der Nervosität auf den Finanzmärkten sehe er Erholungstendenzen in der Realwirtschaft. Der Siemens-Chef legte auch ein Bekenntnis zum Standort Europa, zu Österreich und zu Wien ab. Dass Europa teurer sei, müsse durch mehr Innovationskraft ausgeglichen werden.

Früheres Kabelwerk

Ederer erinnerte, dass an diesem Standort in der Siemensstraße in Floridsdorf das frühere Kabelwerk von Siemens gestanden war, das verkauft worden sei. Der nun eröffnete moderne Bürobau zeige die starken Veränderungen in der Industrie. In der neuen Siemens-City werden 6.000 Menschen für den Technologie- und Industriekonzern arbeiten, 3.000 davon im heute eröffneten Gebäudekomplex. Ederer widmete den Bau den Mitarbeitern, die mit ihrer Kreativität und Innovationskraft im Zentrum des Unternehmens stünden. Stolz zeigte sich die Managerin, dass der Zeitplan des Baus eingehalten werden konnte.

Öko-Gedanke

Bei der Planung und Realisierung wurden vom Architekturbüro Soyka/Silber/Soyka und dem Bauherrn Siemens Real Estate auf ökologische Grundsätze Bedacht genommen. Das Gebäude ist mit 200 Quadratmeter Sonnenkollektoren ausgestattet. Siemens nimmt mit dem Gebäude am "Green Building"-Programm der EU teil. Der Energieverbrauch der Siemens City liegt mindestens 25 Prozent unter dem Wert vergleichbarer Gebäude. (APA/red)


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