25.07.2012 10:58

Stahlindustrie

ArcelorMittal mit Gewinneinbruch

Das operative Ergebnis gab im zweiten Quartal um fast 30 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar nach.

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© ArcelorMittal Eisenhüttenstadt / Stahl-Zentrum

Die Wirtschaftskrise in Teilen Europas macht dem weltgrößten Stahlhersteller ArcelorMittal schwer zu schaffen.

Die Wirtschaftskrise in Teilen Europas macht dem weltgrößten Stahlhersteller ArcelorMittal schwer zu schaffen. Das operative Ergebnis (EBITDA) ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 30 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar (1,99 Milliarden Euro) zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Unter dem Strich blieben 959 Millionen Dollar übrig, fast 40 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz sackte um gut 10 Prozent auf 22,5 Milliarden Dollar ab. Die Aussichten bleiben mies. Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern einen weiter sinkenden Absatz.


Hochöfen abgeschaltet

ArcelorMittal litt im zweiten Quartal besonders unter der schwachen Nachfrage in Europa und dem heftigen Preisdruck. Die Bemühungen, die Produktion zu drosseln und so den Preisverfall zu stoppen, waren bisher erfolglos. 7 von 25 Hochöfen in Europa hat der Konzern derzeit abgeschaltet, darunter auch einen im brandenburgischen Eisenhüttenstadt. Dennoch schrieb die europäische Stahlsparte rote Zahlen, während das US-Geschäft trotz Rückgängen noch gute Gewinne machte.

Im Rohstoffgeschäft musste ArcelorMittal ebenfalls Gewinnrückgänge hinnehmen. Der Konzern baut seine eigene Förderungen massiv aus, um sich von Preissteigerungen unabhängiger zu machen. Wegen der unsicheren Lage der Weltwirtschaft sind die Rohstoffpreise zuletzt allerdings auch unter Druck geraten. (APA/dpa)

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