15.05.2012 08:45
Stahlindustrie
Salzgitter in den roten Zahlen
Der deutsche Stahlkocher fährt im ersten Quartal ein Minus von 19,6 Millionen Euro ein. Hauptschuld trage das schwache Schlussquartal 2011.
Deutschlands zweitgrößter Stahlkocher Salzgitter hat zu Jahresbeginn einen Verlust eingefahren. Der Konzern aus Niedersachsen gab am Dienstag für das Auftaktquartal einen Vorsteuerverlust von 19,6 Millionen Euro bekannt. Analysten hatten im Schnitt für diesen Zeitraum mit einem Verlust von 11,8 Millionen gerechnet. Vor einem Jahr war bei Salzgitter in diesem Zeitraum ein Gewinn von gut 56 Millionen Euro zu Buche gestanden.
Als Gründe für die roten Zahlen bekräftigte Salzgitter frühere Angaben, wonach Aufträge mit niedrigen Margen aus dem Schlussquartal 2011 die Ursache waren, die erst zu Jahresbeginn 2012 verbucht wurden. Zudem habe die Produktion von Großrohren wegen Problemen im Projektmanagement unterbrochen werden müssen, wodurch mehrere Werke nicht ausgelastet waren.
Für das Gesamtjahr bekräftigte der ThyssenKrupp-Konkurrent seine vorsichtige Prognose. Demnach erwartet der Konzern ein positives Vorsteuerergebnis und einen mindestens stabilen Umsatz. Das zweite Quartal werde besser als das erste, hatte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann bereits Ende April auf der Hannover-Messe versprochen. Salzgitter hatte die Kundschaft damals auch schon auf Preiserhöhungen für zum dritten Quartal eingestimmt. (APA/Reuters)
























