24.07.2012 14:49
Stahlindustrie
Stahl: WTO-Beitritt Russlands macht Druck auf Europa
voestalpine-Chef Wolfgang Eder schätzt die strukturellen Überkapazitäten in Europas Stahlindustrie auf 50 bis 60 Millionen Tonnen. In den nächsten 20 Jahren dürften Russland, die Ukraine und die Türkei zu den Hauptversorgern Europas bei einfachen Stählen werden, meint Eder gegenüber der "NZZ".
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Europas Stahlindustrie lebt mit strukturellen Überkapazitäten. Der Präsident des europäischen Stahlverbands Eurofer und voestalpine-Chef Wolfgang Eder beziffert diese mit rund 50 bis 60 Millionen Tonnen. Der im Herbst anstehende Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) werde den Druck mittelfristig noch stark erhöhen, sagte der Stahl-Boss laut "Neue Zürcher Zeitung" (Dienstagsausgabe). Seit 2009 liege der europäische Stahlverbrauch bei 115 bis 150 Millionen Tonnen jährlich.
"Auf Dauer nicht zu halten"
Kurzfristig werde sich durch den WTO-Beitritt Russlands wenig ändern. In den nächsten 20 Jahren dürften aber Russland, die Ukraine und die Türkei zu den Hauptversorgern Europas bei einfachen Stählen werden. Westeuropa könne hier bei den Kosten nicht mithalten. Das europäische Gesellschafts- (und nicht nur das Sozial-)System ist laut Eder einfach zu teuer. "Auf Dauer ist die Erzeugung einfacher Stahlqualitäten in Europa nicht zu halten." Massenstahl macht in der Branche rund 70 Prozent der Gesamtproduktion aus.
























