05.05.2010 10:32
Stahlindustrie
ThyssenKrupp: Siemens-Manager Hiesinger beerbt Konzernchef Schulz
Ein Siemens-Manager soll das Ruder bei dem tief in die roten Zahlen gerutschten Stahlgiganten Thyssenkrupp übernehmen: Der 49-jährige Heinrich Hiesinger soll im Jänner kommenden Jahres die Nachfolge des langjährigen Konzernchefs Ekkehard Schulz antreten. Ein entsprechender Vorschlag wird dem Aufsichtsrat des Konzerns bei seiner Sitzung am Mittwoch kommender Woche vorgelegt.
Mit dieser Mitteilung beendete Thyssenkrupp am Dienstag eine seit Monaten schwelende Diskussion um die Nachfolge des 68-jährigen Thyssenkrupp-Chefs Ekkehard Schulz. Der studierte Elektro-Techniker Hiesinger ist derzeit im Siemens-Vorstand für den Industriesektor zuständig. Er soll am 1. Oktober dieses Jahres zunächst als stellvertretender Vorsitzender in den ThyssenKrupp-Vorstand eintreten. Die Nachfolge von Schulz soll Hiesinger mit Ablauf der Hauptversammlung am 21. Jänner kommenden Jahres übernehmen. Neu in den Vorstand eintreten soll auch der derzeitige ThyssenKrupp-Generalbevollmächtigte Jürgen Claassen, der dort unter anderem für Konzernentwicklung zuständig sein soll.
Konzerneigene Manager blitzten ab
Die am Dienstag bekanntgewordene Entscheidung des Personalausschusses des Aufsichtsrats war für viele Beobachter eine Überraschung. Im Vorfeld waren für die Besetzung des Chefpostens bei dem Stahlgiganten immer wieder die Namen aus der Riege der konzerneigenen Manager genannt worden. Den Kürzeren zogen etwa der für den Stahlbereich zuständige Vorstand Edwin Eichler und der für die Technologiesparte verantwortliche Vorstand Olaf Berlien. (APA/red)























