11.05.2010 09:26
Stahlpreis
40-Prozent-Gewinnsteuer: Australien schöpft Erz- und Kohleoligopolisten ab
Eine Super-Tax soll die immer höher werdenden Gewinne australischer Minenbetreiber abschöpfen.
Ab 2012 soll in Australien eine Steuer von 40 Prozent auf die Gewinne der großen Minenbetreiber einfgeführt werden. Dies betrifft neben Kupferherstellern wie dem britisch-australische Minenunternehmen Xstrata vor allem Eisenerz- und Kokskohleförderer wie das weltgrößte Minenunternehmen BHP Billiton und Rio Tinto PLC. Diese Unternehmen sind zuletzt als Preisoligopolisten heftig in die Kritik europäischer Stahlhersteller geraten, weil sie die Preise für die Stahlvorprodukte in einer konzertierten Aktion um fast 100 Prozent erhöht haben.
Kritik von Unternehmen.
Bisher hatten die Größen der Branche die "Super-Tax" lediglich kritisiert und mit Investitionskürzungen gedroht. Erst am Wochenende warnte der weltgrößte Minenbetreiber BHP Billiton, durch die Sonderabgabe werde es schwierig, Expansionsprojekte weiter zu verfolgen. BHP müsse dann in Australien doppelt so hohe Steuern wie in Kanada, Brasilien oder China zahlen. Jetzt werden die Pläne der Minenbetreiber konkret: Am Montag teilte das britisch-australische Minenunternehmen Xstrata mit, zunächst keine Ausgaben mehr für ein großes Kupfer-Forschungsprojekt in Queensland zu tätigen. Peabody Energy hat sein Übernahmegebot für den australischen Kohlekonzern Macarthur Coal auf 3,4 Mrd. Dollar (2,67 Mrd. Euro) von bisher 3,6 Mrd. Dollar verringert. Alles rund um das Thema Stahlpreise finden Sie auch hier. (APA, rl)
























