28.08.2012 14:20

Streitfall

F: Siemens wehrt sich

Der Konzern will den verlorenen Vergabeprozess um U-Bahnen im französischen Lille juristisch prüfen lassen. Auslöser des Konflikts war ein Brief Brigitte Ederers an die Bürgermeisterin von Lille gewesen.

Siemens Ederer
© APA

"Wir lassen den Vergabeprozess gerichtlich überprüfen, um ein faires und transparentes Verfahren sicherzustellen", heißt es seitens Siemens.

Im Konflikt um die Vergabe eines lukrativen U-Bahn-Auftrags im französischen Lille, ausgelöst durch einen Brief der aus Österreich stammenden Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer, holt der deutsche Konzern zum juristischen Gegenschlag aus. Siemens habe die Stadt verklagt, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. Siemens war bei der Ausschreibung dem lokalen Rivalen Alstom unterlegen.

"Lassen Vergabeprozess überprüfen"

Ederer hatte den Politikern vor Ort einen möglichen Stellenabbau in Frankreich in Aussicht gestellt. Lilles Bürgermeisterin Martine Aubry sah sich dadurch erpresst und schwärzte den Dax-Konzern bei der Staatsanwaltschaft an. Die Münchner haben nun in der vergangenen Woche Klage beim Verwaltungsgericht Lille eingereicht, weil sie Kungelei wittern. "Wir lassen den Vergabeprozess gerichtlich überprüfen, um ein faires und transparentes Verfahren sicherzustellen", sagte der Sprecher.

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