25.06.2012 06:43

Studie

Erneuerbare Energie auf dem Vormarsch

2011 wurden weltweit mehr Wind- und Solarparks, Wasserkraftwerke und Biomasseanlagen (Anteil: 39 Prozent) als Kohlekraftwerke (34 Prozent) neu gebaut oder installiert. Laut Studie könnte der Stromanteil erneuerbarer Energien weltweit bis 2020 von derzeit 20 Prozent auf 37 Prozent steigen.

Immer mehr Staaten setzen bei ihrer Stromproduktion auf Wasserkraft, Biomasse, Solar- und Windenergie. Seit 1990 wurden durch den Neubau entsprechender Kapazitäten 430.000 Megawatt Leistung installiert. Das entspricht rund 400 Atomkraftwerken. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung globaler Kraftwerksdaten für die vierte Auflage der Studie "Energierevolution" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace. Allerdings ist Kohle mit 475.000 Megawatt an installierter Leistung seit 1990 weiter der dominante Energieträger. Im Jahr 2011 wurden aber erstmals mehr Ökoenergie-Anlagen gebaut als Kohlekraftwerke.

Kernenergie: Kaum neue Kapazitäten

118 Länder haben inzwischen Ausbauziele für erneuerbare Energien. Die der Deutschen Presse-Agentur vorliegende Auswertung zeigt, dass bei den Ausbauzahlen nicht nur in Deutschland Ausbaupläne in den letzten Jahren teils massiv übertroffen worden sind.

2011 wurden weltweit mehr Wind- und Solarparks, Wasserkraftwerke und Biomasseanlagen (Anteil: 39 Prozent) als Kohlekraftwerke (34 Prozent) neu gebaut oder installiert, ermittelte die Studie. Von 1990 bis 2012 gab es einen grundlegenden Wandel, so ging der Anteil der Kernenergie an neu installierten Kapazitäten auf nur noch drei Prozent zurück. "Atom spielt bei Neubauprojekten keine Rolle mehr", sagte der die Studie koordinierte Greenpeace-Experte Sven Teske.

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