13.07.2012 16:14

Studie

Speditionen: Eklatanter Fahrer-Mangel

Laut einer Studie des TÜV Rheinland geben 84 Prozent der befragten Unternehmen an, dass qualifizierte Berufskraftfahrer in den vergangenen Jahren "deutlich" fehlten.

Was österreichische Spediteure schon lange bemängeln, bestätigt nun auch eine Studie für das Nachbarland Deutschland: Bei deutschen Speditionen herrscht ein eklatanter Mangel an qualifizierten Lkw-Fahrern. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Befragung des TÜV Rheinland in der Branche, die am Freitag beim 7. Truck-Symposium auf dem Nürburgring vorgestellt wurde. Rund 84 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass qualifizierte Berufskraftfahrer in den vergangenen Jahren "deutlich" fehlten, teilte der TÜV Rheinland mit. Knapp die Hälfte der Betriebe sei vom Fahrermangel betroffen. Zudem schätzten 53 Prozent die Nachwuchssituation als schlecht ein, weitere 31 Prozent beurteilten sie als "eher schlecht".

Verkehrssicherheit steht auf dem Spiel

Wenn die Situation weiter eskaliere, stehe die Verkehrssicherheit auf dem Spiel, sagte Jürgen Brauckmann, Vorstand Mobilität beim TÜV Rheinland, laut einer Mitteilung. Verstärkter Stress und Überlastung der Fahrer erhöhten die Unfallgefahr. Brauckmann sieht nun die Politik in der Pflicht. Wünschenswert seien etwa Vergütungen für Betriebe, die den Fahrernachwuchs fördern. In der Branche nehme der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu, die Beschäftigten wechselten häufig den Arbeitgeber. Als Gründe für den Fahrermangel nannte der TÜV Rheinland unter anderem die vergleichsweise niedrige Bezahlung. (APA/dpa/red)

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