22.05.2012 05:16

Textilindustrie

Linz Textil: Rückgänge in Q1

Der Umsatz sank um 5 Prozent, das Ebit wurde mehr als halbiert. Das bessere Vorjahr war laut Vorstand atypisch, für heuer wird ein "ansprechendes" Ergebnis erwartet.

Die börsenotierte Linz Textil Holding AG hat im ersten Quartal 2012 bei Umsatz und Gewinn Einbußen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres hinnehmen müssen. Der Konzern erklärt das im aktuellen Aktionärsbrief mit einer atypischen Marktentwicklung 2011. Für das zweite Quartal rechnet der Vorstand mit einer sich abschwächenden Nachfragesituation und einem dadurch ansteigenden Margendruck. Für das Gesamtjahr erwartet die Linz Textil ein "ansprechendes, aber doch unter dem Wert des Geschäftsjahres 2011 liegendes Konzernergebnis".

Der Gesamtumsatz der Gruppe betrug im ersten Vierteljahr 40,2 Millionen Euro, im ersten Quartal 2011 waren es 42,3 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang um 5 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 3,5 auf 1,6 Millionen Euro und wurde damit mehr als halbiert. 2011 sei es infolge von steigenden Rohstoffpreisen zu Engpässen im Angebot gekommen, was sich positiv auf Preise und Ergebnis ausgewirkt habe, so das Unternehmen. Der guten Nachfrage-und Margensituation im ersten Quartal 2011 sei aber eine schwächere Umsatz- und Ertragsentwicklung im zweiten Halbjahr gefolgt, die auch im ersten Quartal 2012 angehalten habe. Die Mitarbeiterzahl betrug zum Stichtag 31. März dieses Jahres 646, zu Jahresende waren es 677.

In den vergangenen drei Monaten lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auf der Modernisierung des Maschinenparks. Die bereits 2011 begonnene Neuerrichtung einer Infrastrukturzentrale am Standort Linz wurde planmäßig fortgeführt und soll im ersten Halbjahr 2012 fertig sein.


Das Grundkapital der Linz Textil beträgt 6 Millionen Euro und setzt sich unverändert aus 300.000 Stückaktien zusammen. Der Kurs je Aktie lag per 31. März 2012 mit 490 Euro deutlich über dem Kurswert zu Jahresende 2011 (430 Euro). Die Bilanzsumme (per 31. März 2012) hat sich gegenüber dem Stand Ende März 2011 leicht - von 135,3 auf 134,8 Millionen Euro - vermindert. Die Eigenkapitalquote stieg hingegen von 76 auf 78 Prozent. Die Gruppe verfüge damit über Stabilität und den nötigen Spielraum, um aktiv auf Änderungen des Marktumfeldes reagieren zu können, heißt es im Aktionärsbrief. (APA)

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