04.10.2010 11:27
Umwelttechnik
CTP Umwelttechnik: Japaner steigen ein
Das Grazer Umwelttechnikunternehmen CTP erhält neue Eigentümer: Mit der japanischen Sintokogio steigt der weltrößte Gießmaschinenhersteller ins Unternehmen ein. Eine Komplettübenahme ist nicht geplant.
Die steirische Chemisch Thermische Prozesstechnik GmbH (CTP) ist eine der Erfolgsgeschichten in der heimischen Umwelttechnik: Basierend auf der Entwicklung eines katalytischen Oxidationsprozesses in Formaldehydsynthese gründeten die Tüftler Heimo Thalhammer, Walter Kanzler und Johannes Schedler im Jahre 1985 die CTP. Heute stellt das Grazer Unternehmen mit fast 60 Mitarbeitern Komplettanlagen zur Schadstoffverbrennung für die Großindustrie her. Seit September haben die beiden Grazer Ingenieure Thalhammer und Schedler (Kanzler schied später aus) einen neuen Kompanion: Der japanischen Gießmaschinenhersteller Sintokogio hat 25,1 Prozent am Unternehmen übernommen.
China erobern.
„Die Umwelttechniksparte der Sintokogio ist seit vielen Jahren Lizenznehmer unserer Produkte“ erklärt Heimo Thalhammer. Die Umwelttechniksparte des weltweit größten Gießmaschinenherstellers ist eine der größten Wachstumsbranchen und steht mittlerweile für rund 10 Prozent des Umsatzes des japansichen Industriegiganten. „Mit unserem neuen strategischen Partner an der Seite wollen wir die weltweite Marktführerschaft in der organischen Schadstoffbeseitigung erreichen.“ Besonders der chinesische Markt, alleine für die Grazer nicht bearbeitbar, rückt mit dem engeren Zusammenrücken in greifbare Nähe. „ Sinto beschäftigt bereits mehr als 1.000 Mitarbeiter in China, gemeinsam wollen wir den Markt erobern“ sagt Thalhammer.
„Der Name bleibt“.
An einer Komplettübernahme – oder einem Komplettverkauf haben beide Seiten kein Interesse, wie der Unternehmensgründer betont: Das Unternehmensstrategie der japanischen Sinto-Gruppe basiere auf Minderheitsbeteiligungen zur Know-How-Sicherung, die etwa durch den Austausch von Entwicklungsingenieuren gestärkt würde. „Die bisherigen Eigentümerfamilien behalten die Mehrheit am Unternehmen und werden es auch weiterhin führen. Auch der Name CTP bleibt“ stellt Thalhammer klar.
Sieben Millionen Euro.
Das japanische Unternehmen Sintokogion hat für die Übernahme (vorbehaltlich des Placets der Kartellrechtsbehörden) gutes Geld bezahlt: Das gesamte Transaktionsvolumen für den 25,1 Prozent-Anteil des 20-Millionen-Euro-Umsatz-Unternehmens beläuft sich auf knapp sieben Millionen Euro. Ein Teil dieses Einstiegs wurde über eine Kapitalerhöhung, ein Teil über einen Direktkauf von den bisherigen Eigentümerfamilien finanziert.























