25.08.2011 08:26
Wachstum in Auto- und Sanitär-Sparte
Frauenthal mit Umsatzwachstum, Ergebnis deutlich besser
Die in Wien börsenotierte Frauenthal Holding hat im ersten Halbjahr 2011 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um 15,1 Prozent auf 287,5 Millionen Euro, das operative Ergebnis (EBIT) kletterte um 75,9 Prozent auf 10,2 Millionen Euro.
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Das EBITDA lag mit 16,7 Millionen Euro um 4,6 Millionen über dem Vergleichswert des Vorjahres. Das Nettoergebnis verzeichnete einen Zuwachs von 3,2 auf 6,1 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einer ad hoc-Aussendung mit.
Zwei der drei Divisionen der im Prime Market der Wiener Börse notierten Gruppe befinden sich auf Wachstumskurs mit Umsatz- und Ergebniszuwächsen. Die Division Automotive Components meldete ein Umsatzplus von 42,3 Prozent auf 36,9 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten. Dies sei eine Folge der Erholung auf den europäischen Nutzfahrzeugmärkten, aufgeschobene Investitionen der Transportunternehmen würden nachgeholt.
Auch die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte (SHT) erzielte ein Umsatzwachstum von 2,6 Millionen Euro (+2,1 Prozent) in einem laut Frauenthal insgesamt stagnierendem Marktumfeld. Die Sparte sei vornehmlich auf das private Sanierungsgeschäft fokussiert.
Die Division Industrielle Wabenkörper meldete einen Umsatzrückgang von 2,7 Millionen Euro (-6,6 Prozent). Dies sei ausschließlich auf gestiegenen Preisdruck sowohl bei Diesel- als auch Kraftwerkskatalysatoren zurückzuführen. Die Preissteigerungen bei Rohstoffen sowie die aggressive Preispolitik von Wettbewerbern belaste die Margen.
Im Ausblick erwartet die Frauenthal Gruppe zumindest für das dritte Quartal eine kontinuierliche Nachfrageentwicklung im Bereich Automotive Components. Für die Sparte Industrielle Wabenkörper wird für das Gesamtjahr mit einer Vollauslastung der Kapazitäten gerechnet, wegen der Rohstoffpreise, des Dollar-Wechselkurses und des Preisdrucks bei Dieselkatalysatoren werde die Ertragslage der Division unter dem Vorjahresniveau liegen. Für die Sanitärsparte wird mit moderatem Umsatzwachstum bei weiteren Marktanteilsgewinnen gerechnet.
Die im Mai 2011 platzierte Unternehmensanleihe über 100 Mio. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren sieht das Unternehmen als Basis für die Umsetzung weiterer Expansionsschritte. Der Erlös dieser Anleihe werde für die Tilgung einer im Juni 2012 fälligen Anleihe sowie für die Finanzierung von Wachstumsprojekten verwendet. "Unsere Strategie ist auf nachhaltiges Wachstum, bei langfristig gesicherter Kapitalstruktur, ausgerichtet", so Frauenthal-Vorstand Martin Sailer in der Aussendung. Die Eigenkapitalquote bleibe im Jahresvergleich bei rund 25 Prozent trotz der massiv gestiegenen Bilanzsumme durch die Anleiheemission. (APA/red)
























