03.01.2012 08:10
Wttbewerbsdebatte
E-Wirtschaft: Strompreisanstieg unter Inflationsrate
Die heimische Elektrizitätswirtschaft reagiert auf die Wifo-Studie, wonach es in Österreich zu wenig Wettbewerb im Energiesektor gäbe: Der Strompreis sei in letzter Zeit in Österreich vergleichsweise wenig angestiegen. Der Strommarkt gehöre zu den wettbewerbsintensivsten in Europa, heißt es in einer Aussendung der Interessenvertretung Oesterreichs Energie.
Die Strompreise in Europa (EU-27) seien vom ersten Halbjahr 2010 bis Mitte 2011 um 7 Prozent gestiegen, in Österreich nur um 1 Prozent. "Die Entwicklung der Strompreise lag damit deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate und wirkte inflationsdämpfend", erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.
Strom für Haushaltskunden habe in Österreich im ersten Halbjahr 2011 "trotz einer der höchsten Steuer- und Abgabenbelastungen Europas" im Schnitt 19,86 Cent gekostet. Damit liege Österreich auf Platz 7 in der EU. Nach Kaufkraftparität gerechnet, sei Strom in 16 der 27 EU-Länder teurer als in Österreich.
Österreich gehöre zudem zu den wettbewerbsintensivsten Ländern in Europa, betonte Oesterreichs Energie. Laut dem jüngsten Benchmarking-Bericht der EU-Kommission betrage der Marktanteil der drei größten Lieferanten in Österreich 62 Prozent, der europäische Mittelwert liege bei knapp 85 Prozent.
Das Wifo hatte heute in einer Aussendung erklärt, dass in Österreich mehr Wettbewerb im Energiebereich und eine Deregulierung der Preisbildung von nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln "schon kurzfristig inflationsdämpfend" wirken würden. (APA/red)
























