23.08.2011 08:24
Zulieferer expandiert
FACC investiert in Joint Venture mit russischer Aerocomposit
Der oberösterreichische Flugzeugzulieferer FACC AG mit Sitz in Ried im Innkreis baut ein Produktionswerk in Kazan in der russischen Republik Tatarstan auf. Dazu wurde mit Aerocomposit, einem Subunternehmen des russischen Luftfahrtkonzerns United Aircraft Corporation, ein Joint Venture gegründet.
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Investiert werden 55 Millionen Euro in einer ersten Ausbaustufe mit 33.000 Quadratmetern, berichtete das Unternehmen am Donnerstag in einer Presseaussendung. Baubeginn soll Ende 2011 sein.
Die FACC wird anfangs 24, dann 40 Prozent an dem Joint Venture halten, Aerocomposit 51 Prozent und die Republik Tatarstan 9. Hergestellt werden sollen zunächst verschiedene Faserverbundkomponenten an Flügel und Leitwerk des russischen Regionalflugzeuges Sukhoi Superjet 100 und weiters für zukünftige russische Verkehrsflugzeuge. Diese Komponenten entwickelt FACC derzeit in Kooperation mit Aerocomposit und stellt sie ab März 2012 bis zur Inbetriebnahme des Werkes in Kazan Mitte 2013 in Österreich her. Das Joint Venture soll in weiterer Folge für Flugzeuge westlicher Hersteller fertigen. FACC sei bestrebt, Aufträge der Hersteller Airbus, Boeing, Bombardier und Embraer zu lukrieren und in Unteraufträgen an das Werk in Kazan zu vergeben, hieß es.
Das oberösterreichische Unternehmen möchte sich als Entwicklungspartner der aufstrebenden Flugzeugindustrie Russlands etablieren. So erzeugte FACC für das neue Verkehrsflugzeug MS-21 zwei Prototypen eines 10 Meter langen und 3 Meter breiten CFK-Flügelkastens in neuartiger Bauweise. "Mit der Beteiligung an dem russischen Mittelstreckenflugzeug schaffen wir den Zugang zu einem neuen, vielversprechenden Markt und steigen zudem in die Liga der Lieferanten für tragende Primärstrukturen am Flugzeug auf", so Walter Stephan, Vorstandsvorsitzender der FACC AG in einer Presseaussendung.
FACC produziert für alle großen Flugzeughersteller wie Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer, COMAC und Sukhoi sowie Triebwerkhersteller und Sublieferanten der Flugzeughersteller. Im Geschäftsjahr 2010/11 erzielte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 271,8 Millionen Euro und beschäftigte durchschnittlich 1.582 Mitarbeiter. (APA/red)
























