26.07.2012 09:14
Zweites Quartal
ABB mit Gewinneinbruch
CEO Joe Hogan kündigt an, weiter sparen zu wollen.
Der schweizerische Energie- und Automationstechnikkonzern ABB kämpft mit dem starken Dollar und der unsicheren Lage der Weltwirtschaft. Im zweiten Quartal stagnierte der Umsatz, der Gewinn brach ein. ABB-Chef Joe Hogan zeigt sich wegen der Schuldenkrise in Europa und der unsicheren Wachstumsaussichten in den Schwellenländern und den Vereinigten Staaten kurzfristig weiter vorsichtig.
Hogan kündigte daher am Donnerstag in Zürich an, weiter zu sparen. Der Konzern drückt bereits seit mehreren Jahren stark auf die Ausgaben, um damit den Preisdruck in vielen Segmenten des Unternehmens sowie die kurzfristigen Unsicherheiten auszugleichen.
Guter Auftragseingang
Zwischen April und Juni stagnierte der Umsatz bei 9,66 Milliarden Dollar (8 Milliarden Euro), wobei der in Dollar bilanzierende Konzern vor allem unter der im Vergleich zum Vorjahresquartal starken US-Währung litt. Bereinigt um diese Wechselkurseffekte wäre der Erlös um sechs Prozent gestiegen. Beim Gewinn wirkten sich zudem Kosten und Abschreibungen für das im Mai übernommene US-Unternehmen Thomas & Betts aus. Der Überschuss fiel um 27 Prozent auf 656 Millionen Dollar. Hoffnung macht der Auftragseingang - dieser legte bereinigt um Wechselkurseffekte um neun Prozent auf 10,05 Milliarden Dollar zu.
Zudem sieht Hogan weitere Anzeichen dafür, dass der Preisdruck bei neuen Aufträgen bei der Energietechnik nachlässt. Er bleibt daher optimistisch, dass ABB die für 2011 bis 2015 gesetzten Ziele erreichen wird. Bis dahin will ABB von der steigenden Nachfrage nach einer effizienteren und zuverlässigen Stromversorgung, einem starken Wachstum in den Schwellenländern und knapper werdenden Ressourcen profitieren. (APA/dpa)
























