Die Geschichte vom Untergang des milliardenschweren Anlagenbauers AE&E muss neu geschrieben werden: Unterlagen, die INDUSTRIEMAGAZIN vorliegen, legen nahe, dass die Führung des Konzerns mit Bilanztricks jahrelang Banken, Öffentlichkeit und auch Eigentümer Mirko Kovats über die wahren Verluste der AE&E getäuscht hat. Von Rudolf Loidl
Der A-Tec-Abverkauf ist im vollem Gang, doch Mirko Kovats hat schon ganz andere Pläne: Schuldenfrei und mit Verlustvorträgen, die zukünftig riesige Steuergewinne versprechen, soll die leere Firmenhülle A-Tec Industries schon bald wieder mit Leben gefüllt werden. Von Rudolf Loidl
Für seinen Minimalanteil an einer deutschen ATB-Tochter forderte Mirko Kovats zuletzt fast sechs Millionen Euro – ein Versuch, den Verkauf des Motorenherstellers zu torpedieren, der scheiterte. Auch Brixlegg und Emco könnten dem Masseverwalter noch Kopfzerbrechen bereiten. Von Rudolf Loidl
In einer ausserordentlichen Hauptversammlung soll Mitte September der Verkauf der A-Tec Industries an eine dem Mehrheitseigner nahe stehende Gruppe durchgewunken werden. Gegründet von Kovats' Langzeit-Assistent Thomas Schätti und finanziell unterstützt von Investoren soll die Contor Industries in die A-Tec Industries einsteigen - und die Finanzierung der 200 Millionen Euro sicherstellen, die zur Erfüllung der Konkursquote am 30. September erlegt werden muss. Bisherige Kaufinteressenten sehen ihre Felle davon schwimmen, Anlegerschützer Wilhelm Rasinger moniert, erfolglos, den Interessenkonflikt, der sich auftut: Mirko Kovats ist Mehrheitseigentümer und kann, trotz Insolvenz, im Alleingang die Geschicke des Unternehmens bestimmen. Von Rudolf Loidl
Mittwoch, 28. September Punkt zehn Uhr, Hotel Rainer im Wiener Arbeiterbezirk Favoriten: Was als Hauptversammlung von Mirko Kovats Maschinen- und Motorenbau-Konzernes A-Tec industries geplant war geriet zur Farce. Von Rudolf Loidl
Nach Informationen von INDUSTRIEMAGAZIN beauftragte Mirko Kovats bereits im September 2009 die interne Revision der A-Tec mit der Überprüfung der Projekte der letztlich konkursauslösenden Anlagenbautochter AE&E. Bislang behauptet der A-Tec Gründer, er sei vom Management der AE&E nicht rechtzeitig über die Verluste der Anlagenbausparte informiert worden.
Mirko Kovats’ A-Tec Industries ist Pleite. Würden alle Haftungen schlagend, hätte der Selfmademillionär den drittgrössten Konkurs der heimischen Wirtschaftsgeschichte hingelegt. Auslöser für die Insolvenz war akuter Kapitalmangel – das Unternehmen galt seit Jahren als illiquide und unterkapitalisiert. Doch es gibt auch tiefer liegende Gründe für das Scheitern. Von Rudolf Loidl.
Während sich Investoren um werthaltige Teile des Kraftwerksbauers reißen, sieht es für die Holdinggesellschaft düster aus. Wird der Konzern zur Gänze zerschlagen?
Mirko Kovats, Gründer des um das Überleben ringenden Mischkonzerns A-Tec, hat nicht nur mit den österreichischen Medien seine liebe Not - auch die Zeitungen in Deutschland und der Schweiz sind ihm nicht grün. Kovats war in den vergangenen Jahren als Firmenaufkäufer in den Nachbarländern aufgetreten und hatte sich dabei nicht den besten Ruf aufgebaut. "Kovats gefährdet Schweizer Erfolgsstory" titelte etwa Anfang dieser Woche das Schweizer Gratisblatt "20 Minuten".