Der Automobilzulieferer Schaeffler peilt in diesem Jahr einen Umsatzzuwachs von 10 Prozent auf 8 Milliarden Euro an. Der Betriebsgewinn soll sich auf mindestens 800 Millionen Euro verdoppeln, kündigte Konzernchef Jürgen Geißinger am Dienstagabend im Wirtschaftspresseclub München an. "Wir sind in den meisten Bereichen schon wieder an der Kapazitätsgrenze", sagte Geißinger.
Magna wird im Herbst ein neues Zulieferwerk in der Nähe von St. Petersburg eröffnen. Ein entsprechende Absichtserklärung ("Memorandum of Understanding") wurde bereits 2008 unterzeichnet. Nach Angaben von Magna-Chef Siegfried Wolf wird die neue Fabrik rund 300 Mitarbeiter beschäftigen, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti.
Der Auto-Zulieferer HTI darf durch die Begebung neuer Aktien und Wandelanleihen sein Eigenkapital stärken. Das haben die Aktionäre des oberösterreichischen Unternehmens bei der Hauptversammlung am Donnerstag beschlossen. Die Aktionäre ermächtigten den Vorstand, in den nächsten fünf Jahren bis zu 14,5 Millionen Aktien zu begeben.
Die EU gibt der angeschlagenen Autozulieferbranche grünes Licht für Nachbarschaftshilfe: Der Kolbenspezialist Mahle darf beim benachbarten Kühlerproduzenten Behr einsteigen. Die EU-Kommission genehmigte am Dienstag die Mehrheitsbeteiligung.
Schaeffler wandelt sich wie angekündigt in eine Kapitalgesellschaft um. Das operative Geschäft des fränkischen Automobilzulieferers und die Beteiligung an der Continental AG seien mit Wirkung zum Montag in eine GmbH zusammengefasst worden, teilte das Familienunternehmen mit.
ThyssenKrupp will sein Geschäft mit Press- und Bauteilen für die Automobilindustrie verkaufen. Der Konzern suche nach einem neuen Eigentümer für den Bereich mit 5.500 Beschäftigten, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Man führe bereits Gespräche, darunter mit einem Interessenten aus China.
Die europäischen Auto-Zulieferer sind nach dem dramatischen Krisenjahr 2009 laut einer Studie noch längst nicht über den Berg. In Europa sei aber noch mit einer längeren Durststrecke zu rechnen, heißt es in der am Montag in München veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung AlixPartners.
Die oberösterreichische Miba AG ist mit massiv besseren Ergebnissen ins neue Geschäftsjahr gestartet. Der Umsatz im ersten Quartal (per Ende April) stieg um knapp 32 Prozent auf 98,0 (74,3) Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 13,5 nach 1,2 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres, teilte das oberösterreichische Unternehmen mit.
Weichenstellung auf der vergangenen Frauenthal-Hauptversammlung: Der Autoindustrie-Zulieferer kann nun bis zu 10 Prozent eigene Aktien zurückkaufen. Vorstand Hans-Peter Moser sei die Option für den Erwerb von höchstens 943.499 Anteilsscheinen eingeräumt worden. 2,77 Prozent (261.390 Stück) hat das Unternehmen bereits im eigenen Bestand, hieß es am Montag.
Der austro-kanadische Magna-Konzern wird seine Strom-Autos auch in Graz bauen. Das hat Magna-International-Chef Siegfried Wolf am Dienstag bei einer Diskussion in Wien erklärt. Derzeit sucht der Konzern noch zwei Standorte für Batteriewerke, eines in Europa und eines in den USA. Das Werk für Europa werde "in der EU" liegen. "Wir suchen auch in Österreich", sagte Wolf im Anschluss an die Verans
Das deutsche Kartellamt wird die Übernahme der Cabriodach-Sparte des insolventen Autozulieferers Karmann durch den Konkurrenten Magna Car Tops Systems (CTS) wohl noch in diesem Monat untersagen. "Unsere Untersuchung steht kurz vor dem Abschluss", sagte eine Sprecherin der Behörde am Mittwoch. Die Kartellwächter hatten die Pläne bereits abgemahnt, da sie die Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung durch Magna befürchten.
Der Industrie-Keramikhersteller und Autoindustrie-Zulieferer Frauenthal konnte im 1. Quartal 2010 zulegen und wieder ein positives Betriebsergebnis vorlegen. Der Gruppenumsatz stieg zwar nur moderat um 4,0 Prozent auf 113,7 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Abgaben verbesserte sich aber von minus 3,9 Millionen Euro im Vorjahresquartel auf heuer plus 4,5 Millionen Euro.
Der kanadische Autozulieferer Magna International hat das Jahr 2010 überraschend gut begonnen: Die Umsätze sind konzernweit in die Höhe geschnellt, das Ergebnis drehte in die schwarzen Zahlen. Auch in Graz ging es im ersten Quartal wieder bergauf.
"Dass Magna so schnell wieder in die Gewinnzone zurückkehren konnte, beweist, dass wir die richtigen Maßnahmen ergriffen und zusammen mit unseren Mitarbeitern auch sehr rasch umgesetzt haben", freut sich Magna-Co-Vorstandschef Siegfried Wolf (Bild).
Der oberösterreichische Autozulieferer Miba hat das Krisenjahr mit einem blauen Auge überstanden: Zwar brach das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2009/10 (per 31. Jänner) von 30,9 auf 15,5 Millionen ein, doch "ein gutes viertes Quartal bewahrte uns vor schlimmerem", sagte Vorstandschef Peter Mitterbauer. Nun will man in Asien wachsen.
Die Bosch-Gruppe, einer der weltgrößten Autozulieferer, erwartet in Österreich 2010 eine deutliche Erholung. Der Großteil des im Krisenjahr 2009 eingefahrenen Umsatzverlusts werde bereits 2010 kompensiert werden können, prophezeite Karl Strobel, Alleinvorstand der Robert Bosch AG in Österreich bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag.