Bei BASF stimmt die Chemie wieder. Vorstandschef Jürgen Hambrecht sagte am Donnerstag, die Geschäfte hätten nach einem guten Jahresstart im Zeitraum von April bis Juni "nochmals weiter an Fahrt gewonnen". Er vermeldete deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Auch für die kommenden Monate sei kein substanzielles Nachlassen der Nachfrage zu erkennen.
Die heimische Lackindustrie erwartet heuer im Schnitt Umsatzzuwächse von fünf bis zehn Prozent - auch wenn sich die einzelnen Bereiche sehr unterschiedlich entwickeln. Im Vorjahr setzte es einen Rückgang von 17 Prozent bei der Menge und 10 Prozent beim Wert. Damit fiel die Produktion auf das Niveau von 2006, erinnerte der Fachverband FCIO am Donnerstag in einer Aussendung.
Jahrelang hat BASF-Chef Jürgen Hambrecht gezögert, nun greift er zu: Im seinem letzten Jahr als Lenker des weltgrößten Chemiekonzerns hat der Manager die Übernahme des kleineren Wettbewerbers Cognis unter Dach und Fach gebracht. Durch den 3,1 Mrd. Euro schweren Zukauf will BASF das renditeträchtige Geschäft mit Spezialchemikalien ausbauen.
BASF übernimmt den Spezialchemiekonzern Cognis. Der weltgrößte Chemiekonzern bezahlt für den deutlich kleineren Konkurrenten aus Monheim bei Köln inklusive Schulden 3,1 Milliarden Euro. Der Kaufpreis für das Eigenkapital liege bei 700 Mio. Euro, teilte BASF am Mittwoch in Ludwigshafen mit.
Das zur Greiner Group mit der Zentrale in Kremsmünster gehörende Labor- und Diagnostiktechnik-Unternehmen Greiner Bio-One investiert 14,7 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum am Stammsitz.
Agrolinz Melamine kündigt für die nächsten Jahre massive Investitionen in den Linzer Standort an: Bis zu 150 Millionen Euro will man locker machen, berichtete Geschäftsführer Hubert Puchner in einer Pressekonferenz anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Pflanzennährstoffproduktion in Linz.
BASF will mit neuen Produkten in der Pflanzengentechnik und im Pflanzenschutz die Agrarmärkte aufmischen. "Sie werden bis zum Ende des Jahrzehnts neue Produkte erleben, die unserem Geschäft gut tun", kündigte der Chef der Pflanzenbiotechsparte, Peter Eckes, in Chicago an.
BASF trennt sich im Zuge der Integration des Spezialchemiekonzerns Ciba von einem Geschäft mit Plastik-Zusätzen. Die Produktion sogenannter Hydrophilierungsadditive ging an die im US-Bundesstaat Tennesse ansässige Firma Techmer PM LLC, teilte BASF am Dienstag in Ludwigshafen mit.
BASF legt ambitionierte Pläne vor: Der Chemiekonzern will seinen Umsatz in den nächsten zehn Jahren nahezu verdoppeln. BASF strebe an, die Erlöse bis 2020 auf mehr als 90 Milliarden Euro zu steigern, teilte BASF am Mittwoch in einer Präsentation für eine Investorenkonferenz in New York mit.
Der Chemiekonzern BASF steht Kreisen zufolge vor einem milliardenschweren Übernahmeangebot für den deutschen Konkurrenten Cognis. Der Ludwigshafener Chemiekonzern sei bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen mit den Cognis-Eigentümern, den Finanzinvestoren Goldman Sachs und Permira, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen.
Der Kunststoffproduzent Borealis, an dem die börsenotierte OMV mit 36 Prozent beteiligt ist, hat sich im Auftaktquartal operativ besser geschlagen: In den ersten drei Monaten 2010 erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 54 Millionen Euro, nach einem Nettoverlust von 56 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Der deutsche Waschmittel- und Klebstoffhersteller Henkel hob nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal seine Jahresprognose deutlich an. "Wir sind sehr gut in das neue Geschäftsjahr gestartet", sagte Henkel-Chef Kasper Rorsted (Bild). Zulegen konnte man vor allem wegen der Belebung in der konjunkturabhängigen Industrie- und Klebstoffsparte.
Der Chemieriese BASF ist dank der Konjunkturerholung mit einem Gewinnsprung in das Jahr gestartet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sowie vor Sondereinflüssen sei im ersten Quartal binnen Jahresfrist um 98 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro geklettert, teilte BASF am Donnerstag in Mannheim mit.
Der Kunststoffhersteller Borealis, an dem die OMV mit 36 Prozent beteiligt ist, begibt erstmals eine Unternehmensanleihe. Das Emissionsvolumen beträgt 100 Millionen Euro, kann aber aufgestockt werden. "Es ist ein neuer Markt für uns. Wenn wir 200 Millionen bekommen können, nehmen wir sie", sagte Borealis-Finanzvorstand Daniel Shook am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.