Die italienische Verbund-Beteiligung Sorgenia meldete im ersten Halbjahr 2010 ein Umsatz- und Gewinnplus. Der Nettogewinn verdoppelte sich um 111 Prozent auf 55,9 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das italo-österreichische Gemeinschaftsunternehmen, an dem der Verbund einen 45-prozentigen Anteil hält, punktet auf Italiens Strommarkt verstärkt mit Diversifizierung.
Beim Verbund ist der Gewinnrückgang im ersten Halbjahr 2010 schärfer ausgefallen als zuletzt von Analysten erwartet. Die vom Konzern angekündigte Kapitalerhöhung um rund eine Milliarde Euro ist nach Verbund-Angaben vom Dienstag "frühestens für das vierte Quartal 2010 geplant" - abhängig auch vom Marktumfeld.
Der Verbund plant eine Mega-Kapitalerhöhung von einer Milliarde Euro. Wie das Unternehmen heute ad hoc mitteilte, stehen die Vertreter des Mehrheitseigentümers Republik Österreich der Kapitalerhöhung positiv gegenüber und würden diese mit 500 Millionen Euro mittragen.
Erst 2009 hatte der Verbund 13 Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 312 Megawatt vom deutschen Energiekonzern E.ON erworben - jetzt gibt er 3,4 Prozent der bayerischen Inn-Kraftwerke wieder ab. Käufer ist eine Beteiligungsgesellschaft aus bayerischen Kommunen, Stadtwerke und Unternehmen.
Die Vorarlberger Illwerke/VKW-Gruppe steigerte 2009 ihren Jahresüberschuss um 14 Millionen Euro auf 94 Millionen Euro. Für heuer rechnet Vorstandsvorsitzender Ludwig Summer laut Aussendung mit schwächeren Zahlen.
Der Mehrheitsaktionär - die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH - stehe hinter dem Unternehmen, stellte EVN-Generaldirektor Burkhard Hofer im Zusammenhang mit der bevorstehenden Kapitalerhöhung fest. Er bezeichnete am Donnerstag die "Steigerung der Produktion aus erneuerbaren Energien" als neuen Schwerpunkt.
Die EVN will im zweiten Halbjahr 2010 das Kapital um bis zu zehn Prozent erhöhen. Der Vorstand habe entschieden, die dafür erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten, heißt es in einer ad hoc Aussendung des Unternehmens vom Mittwochabend. Mit der Kapitalerhöhung sollen die Eigenmittel der EVN gestärkt werden.
Der Verbund wird mit seinem türkischen Joint-Venture-Partner Sabanci für die zur Privatisierung anstehenden Stromnetze im europäischen Teil von Istanbul sowie in der drittgrößten Stadt des Landes, Izmir, bieten.
Die EVN AG hat im ersten Halbjahr 2009/10 (per 31. März) bei praktisch stagnierendem Umsatz ihren Gewinn deutlich gesteigert: Während die Umsatzerlöse des Energieversorgers nur geringfügig um 0,6 Prozent auf 1,625 Milliarden Euro zunahmen, wuchs das operative Ergebnis um 5,7 Prozent auf 194,4 Millionen Euro. Der positive Ausblick für das Geschäftsjahr 2009/10 werde bestätigt, teilte die EVN heute früh ad hoc mit.
Der Kärntner Energieversorger Kelag steigerte 2009 das Konzernergebnis auf 74 Millionen Euro (2008: 69 Mio. Euro). Das Ergebnis sei einerseits durch die Wirtschaftskrise belastet worden, andererseits seien positive Effekte aus dem Wasserdargebot von 108,9 Prozent (2008: 95,5 Prozent) und der Dividende der Verbund-Tochter Austrian Hydro Power (AHP) zu verzeichnen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Der Energieversorger RWE will im laufenden Geschäftsjahr ein Rekordergebnis erzielen. Reingewinn und Betriebsergebnis sollen jeweils um 5 Prozent steigen, sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann in Essen.
Die Tiroler Wasserkraft steigt aus einem bis 2017 laufenden Vertrag mit Energie Baden-Württemberg aus - der Austausch von Spitzenstrom wird damit obsolet.
Falls Verbund-Vorstandsdirektor Christian Kern tatsächlich als neuer ÖBB-General zu den Bundesbahnen wechselt, könnte beim Stromkonzern entweder die Chefetage verkleinert oder der vakante Posten intern nachbesetzt werden.
Der Verbund und die türkische Sabanci Holding wollen ihr Türkei-Engagement ausbauen: 6 Milliarden Euro werden unter anderem in neue Kraftwerke investiert.