Greiner Packaging übernimmt mit 1. Juli den Kärntner Kunststoffflaschen- und Verschlussproduzenten Expan. Das Unternehmen verfügt über Standorte in Wernberg (Bezirk Villach-Land) und Rastatt (Baden-Württemberg) in Deutschland. Das gab Greiner Mittwochnachmittag in einer Presseaussendung bekannt.
Die kunststoffverarbeitende Greiner Group wird umstrukturiert. Die Eigentümerfamilie zieht sich völlig aus dem Vorstand zurück, die Konzernstruktur wird umgebaut. Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) am Dienstag und nahmen damit eine Pressekonferenz des Unternehmens in der kommenden Woche vorweg.
Die Rezession lässt auch in der kunststoffverarbeitenden Industrie tiefe Spuren. Während die Nachfrage anzieht, explodieren die Vormaterialpreise für die Kunststoffverarbeitung, meldet der Fachverband der Chemischen Industrie. Polypropylen und Polystyrol verteuerten sich seit Jänner 2009 um fast zwei Drittel, Polyethylen-Blasware um beinahe 50 Prozent. Die Vormaterialien für Polyurethan-Schaumstoffe haben ebenfalls seit ihrem Tiefststand im Juni des Vorjahres um mehr als ein Drittel angezogen.
Die Greiner Packaging, die zum kunststoffverarbeitenden Familienunternehmen Greiner Group gehört, will den Verpackungshersteller Expan von der österreichischen HHD Holding GmbH übernehmen. Das gab Greiner am Dienstagnachmittag in einer Presseaussendung bekannt. Die Übernahme muss noch kartellrechtlich genehmigt werden.
Der Kunststoffhersteller Borealis platzierte seine Unternehmensanleihe wie erwartet in Österreich. Für Überraschung sorgte das Emissionsvolumen: Man verdoppelte auf 200 Millionen Euro.
Für den US-Mischkonzern 3M ist die Krise kein Thema mehr. Das Geschäft in allen sechs Sparten florierte zu Jahresbeginn. Konzernchef George Buckley sprach am Dienstag in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota von einem "fantastischen" Auftakt.
Der Kunststoffhersteller Borealis konnte 2009 einen Jahresüberschuss von 38 Millionen Euro erzielen. "Ein wesentlich besseres Ergebnis als die hohen Gewinne in den Boom-Jahren", findet Borealis-Chef Mark Garrett.
Der Kunststoffkonzern Borealis hebt ab Januar seine Preise für Polyethylen und Polypropylen. Die zuletzt unter Druck geratenen Gewinnmargen sollen wiederhergestellt werden, heißt es im Konzern.
Gegenüber dem zweiten Quartal fuhr der Kunststoffhersteller Borealis zuletzt mit 46 Millionen Euro Plus wieder ein besseres Ergebnis ein. Die Verschuldungsquote ist mit 47 Prozent nahezu unverändert.