Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie wurde am Freitag die "Siemens-City Vienna" in Wien-Floridsdorf eröffnet. Für Siemens Österreich-Chefin Brigitte Ederer, die ab 1. Juli im Münchner Konzern-Vorstand sitzt, war die Eröffnung gleichzeitig auch ein Abschied von Wien. Die Konzentration verschiedener Standorte in der neuen Siemens-City bringe für den Konzern und Österreich große Chancen.
Siemens kauft immer mehr über die Zentrale ein und kommt so bei seinen Einsparzielen voran. "Wir sind sehr gut unterwegs und werden auch die Ziele erreichen", sagte Vorstandsmitglied Barbara Kux am Dienstag auf dem "Siemens Innovations Day" in München.
Karrieresprung für Siemens Österreich-Chefin Brigitte Ederer. Sie soll die Leitung des Personalressorts und der Betreuung der Region Europa des Siemens-Konzerns übernehmen. Dies soll bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 9. Juni 2010 beschlossen werden.
Für 2.000 Mitarbeiter der heimischen Siemens-Softwaresparte SIS war Donnerstag ein Schicksalstag. Das Management präsentiert der Belegschaft die Auslagerungspläne.
Nach dem Einbruch des Anlagen- und Automatisierungsgeschäftes sieht Siemens-Vorstand Kurt Hofstädter, 50, nur schleppende Erholung. Jetzt sollen ganze Werke seiner Kunden auf Contracting-Basis umgerüstet werden.
Siemens Österreich hatte ein schwieriges Jahr 2009: Auftragsrückgänge, Mitarbeiterabbau und ein stark gesunkenes Ergebnis kennzeichneten das Krisenjahr.
Siemens Österreich setzte sich im konzerninternen Wettbewerb durch: Fünf Kompetenzzentren im Bereich F&E gehen nach Österreich, 25 Millionen Euro werden jährlich investiert.