Eine Teuerungswelle hat den Rohstoff Stahl erfasst: Eisen und Stahl verteuerte sich im Mai gegenüber dem Vorjahr um 34,8 Prozent, Nichteisenmetalle um 28,9 Prozent, teilte die Statistik Austria am Montag mit.
Die deutsche Stahlindustrie kommt weiter aus der Krise heraus. Im März erreichte die Rohstahlproduktion mit knapp vier Millionen Tonnen den höchsten Stand seit September 2008.
Dem Stahlproduzenten ThyssenKrupp laufen die Kosten für die Stahlwerks-Neubauten in Brasilien und den USA davon: Der Aufsichtsrat musste das Investitionsvolumen erneut aufstocken.
Stolze 85 Millionen Euro hat die voestalpine in die neue "Stahlwelt" investiert. Das würfelförmige Gebäude, das jährlich 80.000 Besucher schlucken soll, ist laut Generaldirektor Wolfgang Eder ein "Zeichen der Stärke in der Krise".
Auch wenn derzeit jede zweite Tonne Stahl aus China komme, will man dies beim weltgrößten Stahlproduzent ArcelorMittal nicht überbewerten und dämpft die Sorge der Branche: "Das Land exportiere bestenfalls in andere südostasiatische Länder", sagt Konzernchef Lakshmi Mittal.