Die voestalpine hat ihr Grundkapital leicht erhöht. Die Ausgabe von 933.865 Stückaktien an Gläubiger der gekündigten Wandel-Schuldverschreibungen 2005/2010 war längst beschlossene Sache.
In den Verhandlungen zwischen der voestalpine-Konzernleitung und dem Betriebsrat, wie es mit den rund 1800 Böhler Edelstahl-Mitarbeitern weitergehen soll, hält sich das Management alle Möglichkeiten offen.
Die Entwicklung in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 könne sich sehen lassen, heißt es beim deutschen Stahlproduzenten ThyssenKrupp. Nach einem Milliardenverlust will man in die schwarzen Zahlen zurückkehren.
Einen Aufwärtstrend für 2010 erwartet die deutsche Stahlbranche. Die Rohstahlproduktion werde auf 38 Millionen Tonnen steigen, heißt es bei der Wirtschaftsvereinigung Stahl.
Der Stahlproduzent ThyssenKrupp erzielte im Geschäftsjahr 2008/09 das schlechteste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Firmen sollen verkauft werden, 5000 Stellen wegfallen.
Weil die Nachfrage lau ist, musste der deutsche Stahlkonzern Salzgitter massive Verluste hinnehmen. Selbst die pessimistischsten Analysten wurden widerlegt.
Zwar liegen die Aufträge derzeit beinahe wieder auf Vorjahresniveau. Dennoch rechnet die deutsche Stahlindustrie für 2009 mit dem schlechtesten Ergebnis seit 1963.
In der EU 45 ist der Stahlabsatz im ersten Halbjahr 2009 um 45 Prozent eingebrochen. Einen signifikanten Aufwärtstrend erwartet der Europäische Stahlverband erst für 2011.
Weil sich der Auftragseingang stabilisiert, nimmt die voestalpine erstmals wieder Leihpersonal auf. 2010 könnten dem Stahlkocher massive Importe aus China das Geschäft vermasseln.