Nach dem Auffliegen von Manipulationen bei Lkw-Fahrtenschreibern zur Verlängerung der Fahrtzeiten wird der Ruf nach strengeren Strafen für die Frächter lauter. Nun meldete sich das Kuratorium für Verkehrssicherheit zu Wort. Kuratoriumsvorsitzender Othmar Thann findet die derzeitigen Strafen "zahnlos" und fordert Reformen, wie er im "Ö1" Morgenjournal sagte.
Die deutsche Logistikbranche pocht auf Flüge in der Nacht. Ein Großteil des Wohlstandes sei vom Export abhängig, sagte der Vorstandschef von Lufthansa Cargo, Carsten Spohr, am Donnerstag bei der Gründung der Initiative "Die Fracht braucht die Nacht". Deutschland müsse auch in Zukunft auf Augenhöhe mit anderen Logistikstandorten in der Welt konkurrieren können.
Der Straßengüterverkehr leidet weiterhin stark unter der Wirtschaftskrise. In den ersten drei Monaten des heurigen Jahres schnellten die Insolvenzen um 57 Prozent in die Höhe.
Der Hödlmayr-Konzern erhält einen Auftrag von Dacia. Das Schwertberger Familienunternehmen und seine Töchter liefern für den rumänischen Autohersteller 56.000 Autos in sieben Ländern aus. Partner sind die französische Touax, der ungarische Bahnlogistiker Raabersped sowie die Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH.
Der österreichische Straßengüterverkehr ist rückläufig: 2009 haben Fahrzeuge rund 336,6 Millionen Tonnen an Gütern befördert, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 8,9 Prozent entspricht. Im Inlandsverkehr waren es 8,7 Prozent weniger.
Lediglich eine einröhrige Variante - und damit nur für den Güterverkehr - hat ein Verkehrsexperte von der Universität für Bodenkultur in Wien beim Bau des 55 Kilometer langen Brennerbasistunnels vorgeschlagen. "Ein 50 Kilometer langer Personenverkehrstunnel ist weder attraktiv noch von der Kostenseite her sinnvoll", meinte Universitätsprofessor Gerd Sammer am Donnerstag im "ORF Radio Tirol".
Mit Konsequenzen wie einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof oder Flugverboten muss laut österreichischem Verkehrsministerium angesichts der EU-Mahnschreiben bezüglich Luftfahrtinspektion und des Transports gefährlicher Güter nicht gerechnet werden. Beide Beschwerden würden EU-Richtlinien betreffen, die in Österreich bereits bzw. in Kürze umgesetzt werden, meinte ein Ressortsprecher am Mittwoch zur APA.
Der Hoffnungsträger Wasserstraße hat 2009 kräftig geschwächelt. Das Transportaufkommen auf dem österreichischen Streckenabschnitt der Donau sank um 17 Prozent auf 9.321.810 Tonnen.
Die Raten für Land-, See- und Luftfracht sind 2009 stark gesunken. Mit einer Entspannung rechnet die Branche erst Ende 2010. Bis dahin können Industriebetriebe mit anhaltend niedrigen Preisen rechen.