Nach dem Auffliegen von Manipulationen bei Lkw-Fahrtenschreibern zur Verlängerung der Fahrtzeiten wird der Ruf nach strengeren Strafen für die Frächter lauter. Nun meldete sich das Kuratorium für Verkehrssicherheit zu Wort. Kuratoriumsvorsitzender Othmar Thann findet die derzeitigen Strafen "zahnlos" und fordert Reformen, wie er im "Ö1" Morgenjournal sagte.
Frächter-Manipulationen an Tachographen mit dem Ziel, unter anderem die Ruhezeiten der Lenker zu umgehen, hat die steirische Verkehrspolizei aufgedeckt und zur Anzeige gebracht. Nun wurden von der Wirtschaftskammer Verfahren eingeleitet. 20 zumeist kleinere Frächter könnten die Zulassung verlieren, berichtete die "Kleine Zeitung", insgesamt wurden 30 Unternehmer belangt.
Die deutsche Logistikbranche pocht auf Flüge in der Nacht. Ein Großteil des Wohlstandes sei vom Export abhängig, sagte der Vorstandschef von Lufthansa Cargo, Carsten Spohr, am Donnerstag bei der Gründung der Initiative "Die Fracht braucht die Nacht". Deutschland müsse auch in Zukunft auf Augenhöhe mit anderen Logistikstandorten in der Welt konkurrieren können.
Das Linzer Automationsunternehmen Keba liefert seine Logistiklösung KePol nun auch an die türkische Post PTT. Outdoor-Paketautomaten sollen in Ankara und Istanbul den Probebetrieb aufnehmen, hieß es in einer Pressemitteilung am Dienstag.
Das EU-Parlament hat den Ausschluss von selbstständigen Lkw-Fahrern aus der Arbeitszeitrichtlinie neuerlich abgelehnt. Die Kommission hatte den Ausschluss vorgeschlagen. Erweiterungskommissar Stefan Füle, der den zuständigen Verkehrskommissar Siim Kallas im Europaparlament am Mittwoch vertrat, erklärte, er werde mögliche Optionen nach der Ablehnung prüfen.
Der Straßengüterverkehr leidet weiterhin stark unter der Wirtschaftskrise. In den ersten drei Monaten des heurigen Jahres schnellten die Insolvenzen um 57 Prozent in die Höhe.
Nach dem schwersten Jahr ihrer Geschichte soll die weltweite Luftfahrt heuer in die schwarzen Zahlen drehen. Ausgenommen ist Europa. Hier lasten die Folgen der Flugverbote wegen der Vulkanaschewolke und Streikwellen auf den Bilanzen der Airlines, so der Luftfahrtverband IATA.
Der Hödlmayr-Konzern erhält einen Auftrag von Dacia. Das Schwertberger Familienunternehmen und seine Töchter liefern für den rumänischen Autohersteller 56.000 Autos in sieben Ländern aus. Partner sind die französische Touax, der ungarische Bahnlogistiker Raabersped sowie die Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH.
Der österreichische Straßengüterverkehr ist rückläufig: 2009 haben Fahrzeuge rund 336,6 Millionen Tonnen an Gütern befördert, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 8,9 Prozent entspricht. Im Inlandsverkehr waren es 8,7 Prozent weniger.
Lediglich eine einröhrige Variante - und damit nur für den Güterverkehr - hat ein Verkehrsexperte von der Universität für Bodenkultur in Wien beim Bau des 55 Kilometer langen Brennerbasistunnels vorgeschlagen. "Ein 50 Kilometer langer Personenverkehrstunnel ist weder attraktiv noch von der Kostenseite her sinnvoll", meinte Universitätsprofessor Gerd Sammer am Donnerstag im "ORF Radio Tirol".
China drängt die drei großen Fluggesellschaften des Landes einem Zeitungsbericht zufolge zu einer Zusammenlegung ihres Frachtgeschäfts. Ziel sei es, den ausländischen Airlines, die den Markt dominieren, Marktanteile abzujagen, berichtete die "South China Morning Post" am Dienstag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.
Der Logistiker TNT will nicht mehr an jedem Tag Post zustellen müssen. "In Deutschland und den Niederladen zwingt der Staat die Post dazu, an sechs Tagen Briefe zuzustellen. Ich halte das für Unsinn. Das ist teuer und für die meisten Kunden nicht notwendig", sagte der Konzernchef Peter Bakker der "Welt" (Mittwoch). Nach einer Berechnung von TNT könnte eine Briefzustellung an drei Werktagen völlig ausreichen, um die Versorgung sicherzustellen.
Das Güterbeförderungs-Unternehmen Express-, Paket- und Stückguttransporte GmbH mit Sitz in St. Michael in der Obersteiermark ist pleite. Wie die Gläubigerschutzverbände KSV 1870 und Creditreform am Montag mitteilten, wurde das Konkursverfahren in der Vorwoche am Landesgericht Leoben eröffnet. 54 Dienstnehmer sind betroffen.
Mit Konsequenzen wie einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof oder Flugverboten muss laut österreichischem Verkehrsministerium angesichts der EU-Mahnschreiben bezüglich Luftfahrtinspektion und des Transports gefährlicher Güter nicht gerechnet werden. Beide Beschwerden würden EU-Richtlinien betreffen, die in Österreich bereits bzw. in Kürze umgesetzt werden, meinte ein Ressortsprecher am Mittwoch zur APA.