Branchen

Automobilzulieferer

Schaeffler will Gewinn verdoppeln

Der Automobilzulieferer Schaeffler peilt in diesem Jahr einen Umsatzzuwachs von 10 Prozent auf 8 Milliarden Euro an. Der Betriebsgewinn soll sich auf mindestens 800 Millionen Euro verdoppeln, kündigte Konzernchef Jürgen Geißinger am Dienstagabend im Wirtschaftspresseclub München an. "Wir sind in den meisten Bereichen schon wieder an der Kapazitätsgrenze", sagte Geißinger.

Energiedienstleister

Verbund-Beteiligung Sorgenia: Gewinn verdoppelt

Die italienische Verbund-Beteiligung Sorgenia meldete im ersten Halbjahr 2010 ein Umsatz- und Gewinnplus. Der Nettogewinn verdoppelte sich um 111 Prozent auf 55,9 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das italo-österreichische Gemeinschaftsunternehmen, an dem der Verbund einen 45-prozentigen Anteil hält, punktet auf Italiens Strommarkt verstärkt mit Diversifizierung.

Maschinenbau

Werkzeugmaschinen: Gildemeister mit vollen Segeln

Werkzeugmaschinen sind wieder gefragt. Im zweiten Quartal hätten die Bestellungen im Kerngeschäft um 63 Prozent zugelegt, teilte Gildemeister am Donnerstag mit. Das werde sich in der zweiten Jahreshälfte positiv auswirken. Firmenchef Rüdiger Kapitza hob sein Umsatzziel für 2010 um 50 Millionen auf 1,25 Milliarden Euro an. Zudem hält er ein ausgeglichenes Vorsteuerergebnis für erreichbar.

Transport

Manipulierte Lkw-Lenkzeiten: Ruf nach strengeren Strafen

Nach dem Auffliegen von Manipulationen bei Lkw-Fahrtenschreibern zur Verlängerung der Fahrtzeiten wird der Ruf nach strengeren Strafen für die Frächter lauter. Nun meldete sich das Kuratorium für Verkehrssicherheit zu Wort. Kuratoriumsvorsitzender Othmar Thann findet die derzeitigen Strafen "zahnlos" und fordert Reformen, wie er im "Ö1" Morgenjournal sagte.

Chemie

BASF-Chef Hambrecht: "Nehmen an Fahrt auf"

Bei BASF stimmt die Chemie wieder. Vorstandschef Jürgen Hambrecht sagte am Donnerstag, die Geschäfte hätten nach einem guten Jahresstart im Zeitraum von April bis Juni "nochmals weiter an Fahrt gewonnen". Er vermeldete deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Auch für die kommenden Monate sei kein substanzielles Nachlassen der Nachfrage zu erkennen.

Halbleiterindustrie

Infineon - Intel: Mobilfunk-Deal rückt näher

Die Verhandlungen des Halbleiterkonzerns Infineon über den Verkauf seiner Mobilfunkchipsparte kommen voran. Die Gespräche mit Intel seien in einem fortgeschrittenen Stadium, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag. "Eine Einigung wird immer wahrscheinlicher", sagte ein Insider. Den Wert für die stark wachsende Sparte beziffern Finanzkreise mit gut einer Milliarde Euro.

Informationstechnologie

S&T-Chef Streimelweger: "Haben fünf Interessenten für AvW-Paket"

Der Wiener IT-Dienstleister S&T blickt auf ein schwieriges erstes Halbjahr 2010 zurück: Insbesondere das erste Quartal war zum Abhaken. Nun geht es wieder aufwärts, versichert der neue S&T-Chef Thomas Streimelweger. Dafür soll auch ein Partner sorgen, der den 29-Prozent-Anteil des pleitegegangenen Vermögensberaters AvW übernimmt - oder auch mehr davon.

Stahlerzeugung

China-Abschwung: Stahlerzeuger bangen um Gewinne

Große Stahlproduzenten wie ArcelorMittal und die japanische Nippon Steel zittern wegen der Konjunkturabkühlung im rohstoffhungrigen China um ihre Gewinne. Der Branchenprimus ArcelorMittal prognostizierte am Mittwoch einen deutlich geringeren Ertrag für das laufende dritte Quartal als bisher erwartet.

Energieerzeugung

Atomreaktor ITER: EU schießt Milliarden zu

Einigung beim milliardenschweren Atomreaktor ITER: Die sieben Partner verständigten sich auf einen Zeitplan und die Finanzierung des Versuchsprojektes. "Wir haben nun eine solide Basis, um das Programm voranzutreiben", sagte der Präsident des ITER-Rates, Jewgeni Welichow, am Mittwoch in Cadarache. Dort soll ab dem Sommer die Konstruktionsphase für den Fusionsreaktor beginnen.

Frächter

Frächter-Verstöße: Steirische Polizei erwischte kleine Fische

Frächter-Manipulationen an Tachographen mit dem Ziel, unter anderem die Ruhezeiten der Lenker zu umgehen, hat die steirische Verkehrspolizei aufgedeckt und zur Anzeige gebracht. Nun wurden von der Wirtschaftskammer Verfahren eingeleitet. 20 zumeist kleinere Frächter könnten die Zulassung verlieren, berichtete die "Kleine Zeitung", insgesamt wurden 30 Unternehmer belangt.

Glaserzeugung

Walther-Glas Austria schlitterte in die Insolvenz

Walther-Glas Austria brachte beim Landesgericht Ried im Innkreis den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein. Die Passiva der Braunauer dürften sich auf rund 9,74 Millionen Euro, die Aktiva auf 3,58 Millionen Euro belaufen. Das berichtete der österreichische Verband Creditreform in einer Presseaussendung am Dienstag.

Automobilzulieferer

Magna zieht in Russland ein viertes Werk hoch

Magna wird im Herbst ein neues Zulieferwerk in der Nähe von St. Petersburg eröffnen. Ein entsprechende Absichtserklärung ("Memorandum of Understanding") wurde bereits 2008 unterzeichnet. Nach Angaben von Magna-Chef Siegfried Wolf wird die neue Fabrik rund 300 Mitarbeiter beschäftigen, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Finanzvorstände

Verbund International holt Kurzzeit-Polytec-Finanzer Schreiner

Der Finanzchef des oberösterreichischen Autozulieferers Polytec, Eduard Schreiner, wechselt mit Anfang September zum Verbund. Ende August verlässt Schreiner Polytec, wo er erst seit Mitte Oktober 2009 als CFO tätig war. Bei Verbund International, einer Tochter des Stromversorgers, wird Schreiner ebenfalls Finanzvorstand sein, wie das Unternehmen gegenüber der APA bestätigte.

Chipfertigung

Infineon erhöht abermals Prognose für 2010

Bei Infineon geht es rasant aufwärts: Der Chiphersteller steigerte im abgelaufenen Quartal kräftig Umsatz und Gewinn und erhöht nun zum dritten Mal seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Im dritten Geschäftsquartal machte das Unternehmen 126 Millionen Euro Gewinn - 59 Prozent mehr als im Vorquartal, wie Infineon am Mittwoch mitteilte.

Halbleiterindustrie

austriamicrosystems: Zurück in den schwarzen Zahlen

Der steirische Halbleiterhersteller austriamicrosystems erzielte im ersten Halbjahr 2010 einen Nettogewinn von 5,7 Millionen Euro - nach einem Verlust von 18,7 Millionen Euro im Vorjahr. Umsatz und Ergebnis seien dank einer hohen Volumennachfrage stark gewachsen, teilte das Unternehmen Montagabend ad hoc mit.